Sekunden moment

Juli 14, 2019

Mit schweren Tritten trete ich am frühen herbstlichen Morgen  in die Pedalen meines Fahrrads und endlich biege ich ein  in diesen kleinen Park, der mich für  wenige Sekunden glauben lässt, ich lebte auf dem Lande. Die  frühe Luft ist feucht und tausende gelbe Blätter, die wie ein Mosaik den irdenen Boden schmücken, bilden die farbliche Verbindung zu den Bäumen, die beiderseits des engen Pfades den Weg säumen. Ich höre das Gezwitscher von den daheim gebliebenen kleinen Vögeln. Einige scheinen dieser Idylle so viel abzugewinnen wie ich. Plötzlich löst sich ein besonders kleiner Spatz aus seiner Gruppe und saust mehrere Meter, einem Kamikaze gleich, in Richtung Erdboden. Kaum unten angekommen dreht der freche Kerl wenige Zentimeter vor dem Boden und meinem Vorderrad einem Kunstflieger gleich das Ruder und flattert scheinbar zielgerichtet seitlich in einen Busch und verschwindet. Noch ehe das Schauspiel beendet ist, endet auch mein kurzer Weg durch diesen kleinen Park, der nicht mal einen Namen hat.

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